CMAS***/DTSA Gold


Voraussetzungen:

 Der Bewerber muss mindestens 17 Jahre alt sein. Bei Minderjährigen ist eineEinverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten erforderlich.

 Der Bewerber muss vor Beginn der praktischen Übungen eine gültige ärztliche Tauchtauglichkeitsbescheinigung vorlegen. Diese darf nicht älter als zwei Jahre, bei Bewerbern über 40 Jahren nicht älter als ein Jahr sein.

- Der Bewerber muss den Tauchschein CMAS ** / DTSA Silber vorweisen und mindestens 40 Tauchgänge seit seinem Logbucheintrag CMAS ** beendet, davon mindestens 10 mit mindestens 30 Meter Tiefe (25 in im Süßwasser). Tauchgänge über 40 Meter (im Meer) bzw. über 30 Meter (im Süßwasser) werden nicht berücksichtigt.

- Ersatzweise muss der Bewerber eine gleichwertige, vom VDST anerkannte Qualifikation vorlegen.

 Der Bewerber muss den Spezialkurs " Tauchsicherheit und Rettung vorweisen.

 Der Bewerber muss mindestens ein weiteren Spezialkurs verweisen. (Trockentauchen, Wracktauchen, Strömungstauchen, Nachttauchen )

 Nachweis über die Teilnahme an einem HLW Kurs, die nicht länger als ein Jahr zurück liegt.

 

Empfehlung:

Die Geräteübungen sollten bei vorhergehenden Tauchgängen mit einem Tauchlehrer erlernt oder geübt werden.

Schriftliche Prüfung:

Auf einem vom Tauchlehrer vorgelegten Fragebogen müssen innerhalb der dort angegebenen Zeit, Fragen beantwortet werden. Bestimmungen über Bestehen und Nichtbestehen sind auf dem Fragebogen angegeben.

 

Schnorchelübungen:

01         60 Sekunden Zeittauchen mit stetiger Ortsveränderung ( ca. 10 m

02         45 Meter Streckentauchen oder 25 Meter mit Neoprenjacke und Hose.

03          1 x 10 Meter Tieftauchen im Freiwasser.

04        60 Minuten Zeitschnorcheln, je 15 Minuten in Brust, Seiten, und in Rückenlage undmit einer Flosse, wobei insgesamt eine Strecke von mindestens 1000 Meter zurückgelegt werden muss.

05        Als Schnorcheltaucher 150 Meter zu einem Gerätetaucher schwimmen, der in ca. 7,5 Meter Tiefe liegt, diesen retten und dann je 150 Meter mit unterschiedlichen Rettungsgriffen an der Oberfläche transportieren. Dabei während 50 Meter den "Verunfallten" beatmen.

06         Eine Leine an einem in 35 Meter Tiefe liegenden Gegenstand mit einem Palstekknoten befestigen.

 

Geräteübungen:

1.0        Tauchgang: 6 - 40 Meter Tiefe / mind. 15 Minuten, Gruppe mind. 2 + Tauchlehrer

1.1        Der Bewerber soll als Gruppenführer dafür sorgen, dass alle Taucher bei mehrfach wechselnden Tiefen immer 12 Meter Abstand zum Boden einhalten und möglichst dabei kein Sediment aufwirbeln.

1.2       Hilfeleistung für ein Gruppenmitglied, dem während des Tauchgangs das Flossenband "reißt". Wiedereinfädeln des Flossenbandes.

 

Der Bewerber soll zeigen:

dass er durch eigenes Verhalten die Gruppe zum nachmachen anleitet und bereits bei der  Vorbesprechung auf die Wichtigkeit des Feintarierens mit Atemluft, sowie auf einen schonenden Flossenschlag hinweist. Dass er durch angemessene Zeichensprache die Situation erklärt und die Ruhe bewahrt, dass er, trotz Behinderung, seine Gruppe zusammenhält, die Tiefe beibehält und sicher und zügig die Aufgabe löst, ohne Sediment aufzuwirbeln.

2.0         Tauchgang: 6 - 40 Meter Tiefe / mind. 15 Minuten Gruppe mind. 1 + Tauchlehrer

2.1        Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen ohne Flossenbenutzung von 20 Meter Tiefe bis 3 Meter Tiefe mit einem deutlichen Stop in 9 Meter,  1 Minute in 6 Meter und 3 Minuten Stop in 3 Meter Tiefe, nachtarieren ist nur mit dem Mund zulässig. Absinken während des Aufstiegs um mehr als 3 Meter ist unzulässig.

 

Der Bewerber soll zeigen:

dass er das Tarieren während des Aufstiegs einschließlich nötiger Stops perfekt beherrscht. Dass seine Aufstiegsgeschwindigkeit nie mehr als 10 Meter/min. beträgt und, dass er nicht wieder absinkt.

 3.0        Tauchgang : 6 - 40 Meter Tiefe/ mind. 15 Minuten Gruppe mind. 2 + Tauchlehrer

3.1        Der Bewerber als Gruppenführer nimmt in 20 Meter einen Taucher an seinen Zweit Lungenautomaten und bringt so die Gruppe zum Dekostop, 1 Minute in 6 Meter und 3 Minuten in 3 Meter Tiefe. Zu Beginn des Stops in 3 Meter wird eine Markierung zur Oberfläche aufgelassen.

3.2        20 Minuten mit vollständiger Ausrüstung an der Oberfläche, in beliebiger Lage, zu schwimmen.

 

Der Bewerber soll zeigen:

dass er trotz eines " Zwischenfalls " in der Lage ist, die Gruppe weiter zu führen und, dass er eine Zusatzaufgabe lösen kann, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen. Dass er über ein Mindestmaß an Ausdauer verfügt.

 4.0        Tauchgang: 6 - 40 Meter Tiefe / mind. 15 Minuten  Gruppe mind. 2 + Tauchlehrer

4.1        Gruppenführung: vor dem Tauchgang: korrektes Ausrüsten und Funktionstest bei sich selbst und bei der Gruppe

4.2        Gruppenführung: Verankern einer Tauchboje zum Markieren des Tauchgebietes in 20 Meter Tiefe zu Beginn des

             Tauchganges. Am Ende des Tauchganges lösen der Bojenverankerung, aufwickeln der Leine unter Wasser.

4.3       Gruppenführung: durch Orientieren unter Wasser auch unter Ausnutzung aller Hilfsmittel das Anker/ Bojenseil möglichst ohne aufzutauchen wiederfinden, oder: die Gruppe steigt gemeinsam zur Oberfläche, der Bewerber peilt einen neuen Kurs zur Boje, wieder abtauchen und fortsetzen der Übung in 6 Meter Tiefe.

 

Der Bewerber soll zeigen:

dass er an alle notwendigen Gegenstände für den Funktion gedacht hat und, dass er sich mit Geräten der Partner vertraut macht. Dass er den Umgang mit einer Boje beherrscht, dabei die Gruppenführung nicht vernachlässigt, eine sichere Verankerung machen und diese auch wieder lösen kann und mit einer längeren Leine unter Wasser umgehen kann, ohne sich oder andere dabei zu gefährden, dass er zum Orientieren und zum Wiederfinden nicht nur die Handhabung des Kompasses beherrscht, dass er dazu auch den Tiefenmesser und die Uhr sowie den Sonnenstand und markante Unterwasserpunkte verwendet.

 5.0        Tauchgang :6 - 15Meter Tiefe/ mind. 15 Minuten Gruppe mind. 2 + Tauchlehrer

5.1        Eignungsnachweis als Gruppenleiter eines Nachttauchganges.

 

Der Bewerber soll zeigen:

dass er einen Tauchgang unter erschwerten Bedingungen organisieren kann mit: Briefing vor dem Tauchen, Verteilen von Aufgaben,  Zusammenarbeit der Gruppe während des Tauchganges, Rückkehr zum Ausgangspunkt mit mind. 40 bar Restdruck bei jedem Gruppenmitglied und Briefing nach dem TG

 6.0        Tauchgang: 6 - 40 Meter Tiefe mind. 15 Minuten, Gruppe 3 + Tauchlehrer

6.1       Organisation der Rettung eines " bewusstlosen" Gerätetauchers aus 15 Meter Tiefe. Der "Verunfallte" wird unter Wasser vom Tauchlehrer bestimmt.

6.2       100 Meter transportieren eines "bewußtlosen" Gerätetauchers als Gruppenaufgabe mit angedeuteter  Atemspende. Demonstration der Wiederbelebung (Zweihelfermethode ), entweder nur angedeutet oder am Phantom.

6.3       Demonstration der Schocklage und der stabilen Seitenlage.

6.4       Erstellen eines Notfallplanes für den Tauchplatz vor dem Tauchgang.

 

Der Bewerber soll zeigen:

dass er unter Einbeziehen der ganzen Gruppe die optimalen Maßnahmen unter Wasser zur Rettung eines verunfallten Gerätetauchers erkennt und durchführt. Dass er, unter Einbeziehen der ganzen Gruppe den optimalen Rücktransport durchführt und bei entsprechender Diagnose, schnell die richtigen Wiederbelebungsmaßnahmen einleitet. Dass er die Lagerung eines Verunfallten durchführen kann. Dass er sich bereits vor dem Erscheinen am Tauchplatz Gedanken über einen Notfallplan gemacht und diesen aufgeschrieben hat. Dass dieser Plan für mehrerePersonen jederzeit zugänglich ist.

 



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